In Dresden kämpft Deutschland um eine Schlüsselposition in der globalen KI-Wirtschaft
Europa spielt bei der Fertigung modernster KI-Chips keine Rolle. Deshalb stellt sich die Frage: Können die Europäer zumindest künftig in der Halbleiterbranche unentbehrlich werden – und sich damit geopolitisches Gewicht sichern? Eine Reportage.
Deutschland strebt eine entscheidende Position in der globalen KI-Wirtschaft an, wo Europa bisher beim Bau von KI-Chips ins Stocken geraten ist. In Dresden, dem Zentrum der europäischen Halbleiterindustrie, produzieren Fabriken von Globalfoundries, Infineon und Bosch Halbleiter für verschiedene Branchen, aber nicht für die komplexesten KI-Chips, die von TSMC, Samsung, SK Hynix und NVIDIA gefertigt werden.
Kevin Berghoff, Mitgründer des Münchner Startups Quantum Diamonds, hat definitiv eine neue Rolle für Europa vorgeschlagen. Er plant, eine Produktionsstätte für hochleistungsfähige Chips in München zu bauen, um Fehler zu überprüfen und die Ausbeute von Unternehmen wie TSMC zu steigern. Die Unterstützung durch die deutsche Regierung im Rahmen des Europäischen Chip-Gesetzes beträgt 76 Millionen Euro.
Stattdessen von der Fertigung von leistungsstarken Chips sollte Europa sich auf die Ausrüstungsindustrie konzentrieren, die für die Halbleiterherstellung entscheidend ist.
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