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Bisphenol A im Lack: Viele Konservendosen haben noch immer ein Schadstoff-Problem

Ravioli, Ananas, Linsensuppe: Wer hier zur Dose greift, kauft oft auch hormonwirksame Chemikalien ein. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von „Öko-Test“. Was heißt das für Verbraucher?

Bisphenol A im Lack: Viele Konservendosen haben noch immer ein Schadstoff-Problem

Konservendosen sind ein häufiger Bestandteil vieler Küchen, aber sie können auch ein Schadstoffproblem darstellen. Eine aktuelle Untersuchung von "Öko-Test" legt nahe, dass Bisphenole, Chemikalien, die Hormonsysteme beeinflussen und die Fruchtbarkeit schädigen können, in vielen Dosenlebensmitteln gefunden wurden. Bisphenol A (BPA) ist der bekannteste Vertreter dieser Gruppe.

Obwohl BPA in vielen Konservendosen vorhanden ist, wurde es im April 2024 wiederholt in einer Analyse der Stiftung Warentest festgestellt. Die aktuelle "Öko-Test" Analyse ergab, dass bei 42 von 52 untersuchten Lebensmitteln die BPA-Belastung hoch oder sehr hoch war. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Dosenlack. Die meisten Hersteller haben mittlerweile Lacke verwendet, die keine BPA enthalten, doch wenn Außen- und Innenseiten der Dosen bei der Produktion zu berühren kommen, kann eine Verunreinigung mit BPA stattfinden.

Dies könnte eine sogenannte "Abklatsch" bezeichnen. Allerdings sind BPA-belastete Dosen bald verboten. Seit Januar 2025 darf BPA nicht mehr absichtlich für Materialien verwendet werden, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Ab Januar 2028 dürfen auch keine Dosen mit BPA-haltigen Außenlacken mehr in Umlauf gebracht werden. Wie viel BPA sicher ist, gibt es nicht eindeutig.

Die Hersteller haben sich inzwischen auf Außenlacke ohne BPA konzentriert. Wer sicheres Essen genießen möchte, könnte besser auf Glaskonserven umsteigen.

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