Morning Briefing: So zerfällt Volkswagen Stück für Stück von innen
115.000 Jobs auf der Kippe, vier Werke ohne Perspektive und Fixkosten weit jenseits der Konkurrenz: VW bräuchte dringend einen Reformplan. Doch drei Lager lähmen den Konzern.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser. Die Kosten für Bürokratie und Arbeit haben in Volkswagen's Betrieb zu einem beunruhigenden Niveau gestiegen. Der Rückstand gegenüber Wettbewerbern nimmt zu, und das Vertrauen in die Führungsspitze scheint auf Null zu schreiten. Drei Parteien, die diese Probleme tragen, können sich nicht auf ein Reformprogramm einigen. Dies ist keine Kabinettsklausur der Bundesregierung, sondern eine Krise bei Volkswagen, Europas größtem Industriekonzern.
Dieser Krise wurde ein Schritt unternommen durch CEO Oliver Blume, der gestern mit der Roadshow durch die Stammwerke in Wolfsburg und acht weiteren Standorten begann. Auf dem Aufsichtsrat soll Mitte September darüber entschieden werden, aber das Gremium ist bereits vor der Sommerpause gescheitert, als es dem Vorstand einen Auftrag ohne Erfolg zusagte.
Der momentane Druck, um den Konzern zu sanieren, ist hoch: Volkswagen macht nur noch einen Rückgang auf 3,8 Prozent bei der Rendite. Berechnet man den Preis eines VW Golf, bleibt aus diesem nur noch etwa 1300 Euro. Die Kosten von Volkswagen sind 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu hoch im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbern. Blume gab zu, dass die Kosten von Volkswagen um 30 Prozent höher sind als bei vergleichbaren Unternehmen.
Von den vier Werken – Emden, Hannover, Zwickau und dem Audi-Werk Neckarsulm – gibt es keinen Plan, was sie bauen sollen. Wenn diese nicht bald einen Plan haben, sind sie überflüssig – und mit ihnen etwa 40.000 Arbeitsplätze gefährdet. 115.000 Arbeitsplätze stehen damit auf der Kippe, sagte Daniela Cavallo, die Gesamtbetriebsratschefin.
Ihr Urteil über Blume: "Unser Vertrauen in diesen Konzernvorstand ist beschädigt. Noch nicht irreparabel. Aber beschädigt." Die Zahlen, die vor allem Sicherheit schaffen, konzentrieren sich auf einen Aufsichtsrat, der ein Konzept benötigt, aber noch keinen. Von anderen Unternehmen, die Konkurrenten haben, ist klar, dass Volkswagen ihre eigenen Gremien hat.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.
This story
This is one outlet's version. Read the fullest account.