Abfindung: Wie Sie das Maximum aus Ihrem Jobverlust rausholen
Wer vorschnell eine vermeintlich hohe Abfindung annimmt, dem kann viel Geld entgehen. Denn gerade Führungskräfte haben oft deutlich lukrativere Optionen.
Deutsche Unternehmen bauen derzeit massiv Personal ab und locken Mitarbeiter mit sechstelligen Abfindungen. Doch solche hohen Summen können verlockend erscheinen, gehen aber oft zu Lasten der betroffenen Führungskräfte. Angesichts höherer Managerpositionen gibt es häufig bessere Optionen als eine hohe Einmalzahlung. Arbeitsrechtsanwälte Christoph Abeln und André Kasten haben viele Trennungsverhandlungen begleitet und erkannt, dass Unternehmen verschiedene Taktiken einsetzen, um psychologischen Druck aufzubauen.
Dazu gehören Zeitdruck, scheinbare Fürsorgemaßnahmen oder versteckte Drohungen. Abeln und Kasten empfehlen, dass Führungskräfte sich nicht von diesen Taktiken beeinflussen lassen und eine mehrstufige Übergangsvergütung anstelle einer Einmalzahlung in Betracht ziehen sollten. Solche Übergangsvergütungen bieten Steuervorteile und können bis zu 30 Prozent höhere Nettoeffekte bieten.
Beispielsweise könnte ein Manager mit 300.000 Euro Jahresgehalt ein zwölfmonatiges Gehaltsgeschäft und sechs Monate Wettbewerbsentschädigung in Höhe von 50 Prozent erhalten, was einen Gesamtwert von 480.000 Euro nach Steuern bedeutet. Eine Abfindung hätte netto ähnlich viel gebracht, aber wiederholt Pensionsbeiträge und Boni wären verloren gegangen.
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