Die Zölle verderben Schweizer Maschinenherstellern das Geschäft im lukrativen amerikanischen Markt
Ein Exportvolumen von einer Milliarde Franken: So hoch waren die Einbussen für Schweizer Firmen aus dem MEM-Sektor 2025 wegen der amerikanischen Zölle. Noch immer ist das Geschäft rückläufig. Dafür erhofft man sich neue Chancen in China.
Die Schweizer Maschinenhersteller leiden unter Zöllen, die ihr Geschäft im wichtigen amerikanischen Markt schädigen. Im ersten Halbjahr 2025 gingen Ausfuhren in die USA um 5 Prozent zurück, und der Rückgang betrug schon im Vorjahr fast 8 Prozent. Martin Hirzel von Swissmem vermutete, dass die Zölle der USA 2025 ein Exportvolumen von einer Milliarde Franken kosteten.
Während der Zollherrschaft im vergangenen Jahr wurden diese Zölle zwischen August und Dezember vorübergehend auf 39 Prozent erhöht, sind sie mittlerweile auf 12,5 Prozent gesunken. Eine Umfrage von Swissmem ergab, dass 20 Prozent der befragten Unternehmen den Zoll auf ihre Gewinnspanne übernehmen mussten, um Kunden zu behalten, und 7 Prozent hatten wichtige Kundenbeziehungen in den USA verlieren müssen.
Trotzdem halten die meisten Unternehmen den gegenwärtigen Zollsatz von 12,5 Prozent trotz des Wettbewerbsvorteils von 2,5 Prozentpunkten gegenüber EU-Konkurrenten aus. Swissmem hofft auf eine akzeptable Lösung bei den laufenden Zollverhandlungen mit den USA und fordert Stabilität, um die Unsicherheit über zukünftige Zollsätze zu vermeiden.
Swissmem-Präsident Martin Hirzel verwechselte die Schweiz mit Kanada, als letzteres die Reziproke Zölle von Donald Trumps Regierung als illegal anerkannte. Sein Verband ermutigte auch von der Erneuerung des Handelsabkommens mit China, wobei die chinesische Regierung zehn Jahre nach der ersten Unterzeichnung versprochen hatte, später auch Hightech-Maschinen von Zöllen zu befreien.
China erreichte in den ersten Monaten 2025 lediglich 6 Prozent der Ausfuhren des Schweizer MEM-Sektors, ein potenzieller Zukunftsmarkt. Lateinamerika, insbesondere Brasilien, stellte für Swissmem einen bedeutenden, wenn auch kleineren Zukunftsmarkt dar. Die Exporte in die EU stiegen im ersten Halbjahr 2025 um 3 Prozent, nachdem sie während neun Quartalen seit April 2023 zurückgegangen waren.
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