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Geldanlage: Zehn Dinge, die ich als Anfänger über ETFs gelernt habe

Aus dem Handelsblatt-Archiv: Unser Autor befasst sich zum ersten Mal in seinem Leben mit ETFs – und stellt fest, dass Altersvorsorge damit in der Theorie einfacher ist als in der Praxis.

Geldanlage: Zehn Dinge, die ich als Anfänger über ETFs gelernt habe

Zehn Dinge, die ich als ETF-Anfänger über langfristige Anlagen gelernt habe

Seit meinem ersten Taschengeld hatte meine Finanzstrategie darin bestanden, möglichst wenig ausgegeben zu haben. Mein Bruder investierte das meiste in gemischte Tüten, ich behielt meine Mittel für mich. Später landete alles, was ich verdient hatte, auf dem Girokonto, mit wenigen festverzinslichen Ausnahmen. Wie überraschend auch nicht, gab ich die klassische linke Geisteswissenschaftlerin auf, die eher politische Zustände als Geldangelegenheiten beeinflusste.

Das änderte sich, als ich meine private Altersvorsorge im letzten Jahr neu regelte. Nach 2008, als ich meinen Abschluss in der Tasche hatte, hatte ich mich immer nur mit Aktienfonds versichert. Deutlich war für mich, dass ich nach über 15 Jahren und über 20.000 Euro Beiträgen nur 1000 Euro Gewinn erzielt hatte. Selbst ein Sparbuch hätte mehr abgeworfen. Ich kündigte die private Rentenversicherung und begann meine Altersvorsorge neu zu planen.

Ich entschied mich für einen ETF-Sparplan, der hohe Renditen versprach, aber nur bei hoher Sicherheit. Jeder Anfänger ratte über die Theorie, die Praxis ist anders. Direktbank wählen, Sparplan mit breit gestreutem ETF einrichten, einmal im Jahr draufschauen und nicht anfassen. Ich habe festgestellt, dass ich viel mehr mit ETFs beschäftigt bin als mit meiner privaten Rentenversicherung. Zehn Dinge, die mir als ETF-Anfänger klar sind, sind:

1. Die Theorie ist einfach, die Praxis ist nicht so einfach. Je nach Börse und ETF kann es schwierig werden, die richtige Entscheidung zu treffen.

2. ETFs sind nie grün genug. Selbst grüne ETFs haben nicht alle meine Kriterien erfüllt.

3. Mein Bedarf an Finfluencern ist gedeckt. Trotzdem sind die meisten Informationen im Internet für mich unnötig.

4. Ich habe Angst, zu egoistisch zu sein, aber es ist wichtig, dass mein Geld auch zu einer besseren Welt beiträgt.

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