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Energieversorgung: Geringe Gasspeicherstände: Ministerium appelliert an Händler

Teureres Gas, wenig Reserve: Händler zögern mit dem Einkauf. Das Wirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur versuchen es mit Appellen.

Energieversorgung: Geringe Gasspeicherstände: Ministerium appelliert an Händler

Mit rücksichtsloser Gasspeicherung bei nur knapp zur Hälfte ausgefüllten Räumen appelliert das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur an die Händler. Aktuell sind beinahe 74 Prozent der Speicherkapazitäten bereits belegt. Der Iran-Krieg hat die Straße von Hormus blockiert und die Verkehrswege für Gas und Öl erschwert, was zu steigenden Preisen führt.

Der Handel mit Erdgas ist für Hersteller in der Sommerpause weniger attraktiv, da sie das Gas für den Winterkauf gekauft haben. Der Preis für europäisches Erdgas stieg am Mittwoch weltweit auf das höchste Niveau seit Anfang März, wobei der TTF-Terminkontrakt für die Lieferung im nächsten Monat in Amsterdam 64,60 Euro pro Megawattstunde erreichte.

Die Bundesnetzagentur prüft ebenfalls die Händler bei der Pflicht, Speicher zu füllen. Der Füllstand muss ab 1. November mindestens 80 Prozent betragen, mit einigen Ausnahmen. Der Verantwortungsträger Klaus Müller fordert von den Händlern, ihre Pflicht zu erfüllen. Russland war einst der wichtigste Lieferant, brach aber nach dem Ukrainenkrieg ab.

2022 wurden Füllstandsvorgaben eingeführt, diese wurden seitdem gelockert. Die Gasversorgung für den Winter ist keine Gewissheit. Die Ministerin argumentiert, dass fast die Hälfte des Gasbedarfs aus Norwegen stammt, zusammen mit Pipeline-Gas aus Frankreich und Belgien. Über deutsche Terminals wird auch Flüssiggas (LNG) importiert, hauptsächlich aus den USA.

Eine strategische Gasreserve soll die Versorgung sicherstellen, doch die Finanzierung bleibt unklar. Deutsche und europäische Füllstände liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

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