Abfindung: Wie Sie das Maximum aus Ihrem Jobverlust rausholen
Wer vorschnell eine vermeintlich hohe Abfindung annimmt, dem kann viel Geld entgehen. Denn gerade Führungskräfte haben oft deutlich lukrativere Optionen.
Deutsche Unternehmen bauen massiv Personal ab und locken Mitarbeiter mit sechstelligen Abfindungen. Es ist wichtig, Abfindungen vorsichtig zu prüfen, insbesondere wenn die Betroffenen eine hohe Managerposition innehaben. Führungskräfte haben oft bessere Optionen als eine hohe Einmalzahlung. Arbeitsrechtsanwälte Christoph Abeln und André Kasten haben viele Trennungsverhandlungen begleitet und wissen, welche Tricks Unternehmen anwenden.
Oft wird psychologischer Druck aufgebaut, wie Zeitdruck oder verdeckte Drohungen. Unternehmen wollen, dass Führungskräfte schnell unterschreiben, ohne ihre Vermögenswerte wie Aktienoptionen, Bonusansprüche oder Pensionsleistungen zu berücksichtigen. Abfindungen sind steuerpflichtig und der Teil, der ans Finanzamt geht, ist oft beträchtlich.
Beispielhaft erwähnt wurde ein 55-jähriger Manager mit 700.000 Euro Abfindung, der nach Steuern nur 360.000 Euro behalten würde, während er seine betriebliche Altersversorgung für jährlich 50.000 Euro verlor. Es kann klüger sein, eine mehrstufige Übergangsvergütung zu suchen, wie Gehaltsfortzahlungen oder eine mehrstufige Übergangsvergütung, die den vollen Gehaltsbetrag bis zum Vertragsende beibehält und dann abnimmt.
Dies bietet steuerliche Vorteile und fortlaufende Beitragzahlungen. Führungskräfte sollten darauf achten, verdeckte Werte wie Boni, Aktienoptionen und Pensionszusagen zu berücksichtigen, die bei einer Abfindung verloren gehen können.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.