Notenbanken auf der ganzen Welt kaufen Goldreserven zu – die SNB nicht. Das sind die Gründe
Weltweit stocken Währungsbehörden ihre Goldbestände auf. In der Schweiz verharren sie seit Jahren bei 1040 Tonnen. Reicht das?
Notenbanken auf der ganzen Welt kaufen Goldreserven zu, jedoch nicht die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die SNB verhält sich seit Jahren konsequent, indem sie ihren Goldbestand bei 1040 Tonnen beibehält. Dies ist trotz der starken Zunahme von Goldreserven bei anderen Zentralbanken ungewöhnlich. Laut jüngster Umfrage des World Gold Council unterstützt der Großteil der 73 Notenbanken (89 Prozent) die Erwartung, dass Goldreserven in den nächsten zwölf Monaten weiter zunehmen werden.
Gold wird als Krisenschutz und Stabilitätsanker in geopolitisch unruhigen Zeiten angesehen. Der Anteil von Gold an globalen Notenbankreserven ist von 10 Prozent im Jahr 2019 auf 25 Prozent gestiegen, was hauptsächlich auf den Anstieg des Goldpreises zurückzuführen ist. Die SNB zeigt jedoch wenig Interesse an einem Zukauf von Gold.
Ihr Goldbestand blieb seit Ende 2008 bei 1040 Tonnen unverändert. Die SNB erklärt, dass sie derzeit weder Goldkäufe noch -Verkäufe plant, da der Goldanteil in den Währungsreserven bereits deutlich gestiegen ist und weiter steigen soll. Diese Entscheidung ist jedoch umstritten, da Gold als langfristig wertstabilere Alternative zu Anleihen und Aktien angesehen wird, insbesondere in Zeiten hoher Staatsverschuldung.
Trotzdem ist die SNB mit 15 Prozent des Anteils der Goldreserven zur Gesamtzahl der Währungsreserven unter dem Durchschnitt der Welt.
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