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Flüchtlinge: Neue Lage: Immer mehr Syrer verlieren ihren Schutzstatus

Die Bundesregierung meldet einen deutlichen Anstieg bei Widerrufen des Schutzstatus für Syrer. Auf welche Gruppen das Bamf seine Asylentscheidungen und Überprüfungen in diesem Sommer ausgeweitet hat.

Flüchtlinge: Neue Lage: Immer mehr Syrer verlieren ihren Schutzstatus

Die Anzahl der Syrer, die den Status als Flüchtling bei der Bundesagentur für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhalten, nimmt langsam zu. In den ersten Halbjahr des Jahres 2025 fielen 23,2 Prozent aller 8.320 Prüfungen mit dem Widerruf oder Rücknahme des Schutzstatus aus. Im Vergleich zu 2024 und 2025 waren die Raten geringer, 3,7 Prozent und 3,1 Prozent, jeweils.

Ein Widerruf kann auftreten, wenn die Bedingung für den Schutz nachträglich nicht mehr vorliegt, beispielsweise wenn sich die Sicherheitslage im Herkunftsland grundsätzlich ändert oder wenn bei der Behandlung der Asylverfahren falsche Angaben gemacht wurden. Nach dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad im Dezember 2024 kehrten Hunderttausende syrische Flüchtlinge ins Heimatland zurück, vor allem aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien.

Die Sicherheitslage ist nach wie vor angespannt, es kam in einigen Gebieten zu Gewalt zwischen konfessionellen Gruppen und viele Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der BAMF hat begonnen, die Widerrufsverfahren auf spezifische Gruppen auszuweiten, darunter Menschen mit länger andauernden Asylverfahren, solche, bei denen die Entscheidung aus Gründen der Untätigkeit erzwungen werden muss, sowie Personen, die nicht besonders schutzbedürftig sind und ausreichende Selbstversorgungsmöglichkeiten haben.

Trotzdem wird eine Abschiebung aktuell nicht wahrscheinlich, wenn ein Schutzstatus entzogen wird und eine syrische Staatsangehörige keinen anderen Aufenthaltstitel sichern kann oder eine Einbürgerung nicht möglich ist. Die Linke spricht sich für andauernden Schutz und Bleiberechtsmöglichkeiten für bereits in Deutschland lebende Syrer aus und betont die extreme Instabilität und die zahlreichen Bedrohungen für Gruppen in Syrien.

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