Waldbrände in Deutschland: Warum es gerade so brandgefährlich ist
Extreme Trockenheit und Hitze sorgen vielerorts für enorme Waldbrandgefahr. Warum jetzt schon ein Funke zum Inferno reicht – und was in Zukunft zu erwarten ist.
Waldbrände in Deutschland werden durch eine Kombination von extremen Trockenheit, Hitze und menschlichen Fehlern besonders gefährlich. Die anhaltende Dürre schafft ideale Bedingungen für Brände, die sich durch ausgedorrte Sträucher und glühende Zigaretten schnell ausbreiten können. Der Deutsche Wetterdienst verwendet einen fünfstufigen Index zur Beurteilung der Waldbrandgefahr, der in den meisten Teilen Deutschlands derzeit auf die höchsten Stufen zeigt. In Ostdeutschland wird die Gefahr insbesondere am nächsten Samstag noch größer erwartet.
Das Feuermanagement-Experte Lindon Pronto weist darauf hin, dass Feuerverhalten in Europa zunehmend intensiver zu beobachten ist. Das Thünen-Institut für Waldökosysteme berichtet, dass fast alle Teile Deutschlands durch witterungsbedingte Trockenheit ein erhöhtes Brandrisiko haben, außer in Schleswig-Holstein. In Dürrejahren, die seit 2018 häufiger auftreten, ist die Gefahr besonders hoch.
Im vergangenen Jahr brannten 1.175 Brände zusammen 2.626 Hektar Wald, was fast doppelt so viel war wie der durchschnittliche jährliche Brandflächenverlust zwischen 1991 und 2024.
Der Klimawandel spielt eine entscheidende Rolle bei der zunehmenden Waldbrandgefahr. Durch höhere Temperaturen und längere Trockenperioden steigt das Brandrisiko, und dieser Trend wird sich im Laufe der nächsten 30 Jahre noch verschärfen. Waldbrände tragen auch aktiv zum Klimawandel bei, indem sie CO2 freisetzen, das sonst in Bäumen gespeichert war.
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