Umstrittene Gesundheitspolitik: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen
Weniger Impfempfehlungen, keine Kombi-Präparate: Donald Trumps Regierung baut die Impfpolitik für Kinder um – und ignoriert sowohl explodierende Fallzahlen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump plant, die Impfempfehlungen für Kinder zu ändern und weniger Impfungen anzubieten. Mit einem Dekret soll der Kombinations-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig nur noch in drei separate Impfungen aufgeteilt und zu unterschiedlichen Zeiten verabreicht werden. Darüber hinaus sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B, Covid-19 und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden.
Der Präsident und sein Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. legten die neue Richtlinie im Weißen Haus bekannt, wobei Trump auch wieder seinen längst widerlegten Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus erwähnte. Diese Veränderung in der Impfpolitik wurde zunächst von Bundesgerichten vorläufig gestoppt und auch Gesundheitsexperten warnen davor, dass zusätzliche Arzttermine zu längeren Zeiten ungeschützter Kinder oder Ausfällen bei späteren Impfungen führen könnten.
Trotzdem bleibt die Zahl der Maserninfektionen in den USA auf einem Höhepunkt seit Jahrzehnten, und Trump argumentierte, dass die neuen Impfpläne dazu beitragen könnten, die Ansteckungsraten zu senken.
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