Drohender Jobverlust: Vorsicht, Falle! Wie Führungskräfte ihre schleichende Degradierung erkennen – und gegensteuern
Wenn Arbeitgeber unliebsame Manager ohne hohe Abfindungen loswerden wollen, greifen sie oft zu Tricks. Die wichtigsten Warnsignale und juristischen Gegenmaßnahmen.
Plötzliche Veränderungen bei der Arbeitsplatzsituation können die Basis eines Führungskräften Karriere beeinträchtigen. Manche Arbeitgeber nutzen unsichtbare Methoden, um ehemalige Top-Manager abzubauen und aus dem Unternehmen zu drängen. Führungskräfte warnen vor diesen Subtilitäten und geben Tipps, wie man sich gegen diese Trennungsmethoden wehrt.
Warnsignal 1: Beförderung zum Geschäftsführer. Dieser Schritt kann scheinbar attraktiv erscheinen, hat aber oft die Folge, dass die Kündigungsschutzrechte verlieren. Der neue Vertrag ersetzt alle bisherigen Rechte und ist der Arbeitgeber jederzeit ermächtigt, den Vertrag zu kündigen. Führungskräfte sollten sich vor der Unterzeichnung genau über die Rechte und Pflichten des neuen Vertrags informieren.
Wenn ein solcher Vertrag akzeptiert wird, kann er durch vereinbarte Sicherheiten oder Abfindungsklauseln wiederhergestellt werden.
Warnsignal 2: Neue Doppelspitze, die oft als moderne Gestaltung der Führungstätigkeit wahrgenommen wird. Wenn ein erfahrener Führungsmitarbeiter jedoch ohne Verlangen in eine zweite Führungsrolle drängt, besteht die Gefahr, dass seine Macht und Kompetenz verringert werden. Es kann soweit kommen, dass der Gesamtleiter den bisherigen Bereichsleiter als überflüssig erkennt und den Vertrag kündigt.
Führungskräfte sollten hier sorgfältig agieren und die vertragsgemäße Beschäftigung einfordern sowie eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten regeln. Eine Dokumentation aller Korrekturen und Einschränkungen ist empfehlenswert, falls es zu einer Rechtsstreitigkeit kommt.
Warnsignal 3: Versetzung ins Ausland. Auch hier könnte ein scheinbar lohnender Jobwechsel in Wirklichkeit eine Entmachtung sein. Ältere Manager könnten nach 25 Jahren in der deutschen Firma zum Beispiel ohne vorherige Ankündigung nach Mumbai versetzt werden. Dort wird ihre deutsche Qualitätssicherung sichern. In der Regel wird ihnen aber die Position nach ihrer Rückkehr neu zugewiesen.
Führungskräfte sollten nur einer solchen Versetzung zustimmen, wenn sie vollständig über den möglichen Verlust der Position informiert sind und die Auslandsstation nur nach sorgfältiger Abwägung akzeptieren, um eine berufliche Sackgasse zu vermeiden.
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