Verteidigung: 40 Milliarden Euro für Europas Aufrüstung – doch die Partner streiten über das Ziel
Europa will bei weitreichenden Waffen unabhängiger werden. Deutschland kauft als Übergangslösung Tomahawks in den USA – und tut damit das, was die neue Allianz eigentlich überwinden soll.
Deutschland plant den Erwerb von Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern in den USA, um eine strategische Lücke in seiner Verteidigung zu schließen. Zwölf Länder haben sich verpflichtet, mehr als 40 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren zu investieren, um diese Lücken zu schließen. Das Projekt "Deep Precision Strike" (DPS) zielt darauf ab, Raketen und Marschflugkörper zu entwickeln und zu produzieren, die in der Lage sind, gegnerische Ziele in einer Entfernung von 300 bis über 2000 Kilometern anzugreifen.
Dieses Projekt wird von Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien und Schweden koordiniert. Die Wahl der geeigneten Waffen ist eine Kostenfrage, da ballistische Waffen teurer sind als Cruise Missiles. Darüber hinaus müssen diese neuen Programme in die Verteidigungskapazitäten der NATO eingebunden werden und konkurrieren um die gleichen Rüstungsetats.
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