Luftfahrt: Teures Kerosin – so stark haben die Airlines ihre Ticketpreise angehoben
Flugtickets werden immer teurer. Fluggesellschaften testen, wie weit sie gehen können. Eine exklusive Auswertung für das Handelsblatt zeigt, wer die Preise besonders kräftig erhöht hat.
Die Lufthansa-Chefin Carsten Spohr erklärte kürzlich, dass die Menschen trotz höherer Ticketpreise weiterhin fliegen wollen. Die Fluggesellschaften haben die Preise aufgrund des teuren Kerosins immer weiter angehoben. Spohr sagte, dass keine Fluggesellschaft geringere Tickets verkauft als nötig. Cirium, ein spezialisiertes Datendienstleister für Luftfahrt, hat analysiert, wie stark die Fluggesellschaften ihre Preise seit dem Beginn des Irankriegs in Februar angehoben haben.
Eine Gruppe von Luftfahrtunternehmen hat die Preise besonders stark erhöht. Lufthansa, IAG, Air France-KLM, Ryanair, Easyjet, Wizz Air, United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines stehen unter hohem Druck, ihre Profitabilität zu erhalten. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) von Lufthansa sank im zweiten Quartal um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro.
Air France-KLM verzeichnete einen Rückgang um 75 Prozent, Ryanair verzeichnete einen Rückgang von rund einem Drittel. Die Ticketpreise in der Economyklasse auf europäischen Strecken sind seit Mai 2025 um 15,35 Prozent gestiegen. In der Economyklasse wurden die Tarife von Lufthansa, IAG und Air France-KLM im Mai 2025 um 7,22 Prozent höher als im Februar.
Die Tarife in der Businessklasse auf diesen Routen sind seit dem Beginn des Konflikts in den USA nur marginal gestiegen. Die Fluggesellschaften versuchen, ihre höheren Kosten vor allem auf europäischen Strecken und in der Economyklasse auszugleichen. Premiumtarife sind deutlich profitabler als die auf der Kurzstrecke. Lufthansa reduzierte die Kapazität auf nordamerikanischen Strecken im zweiten Quartal um 5,3 Prozent.
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