Binnen zehn Jahren: Mindestlohn-Betrug: DGB berechnet 64 Milliarden Euro Schaden
Die gesetzliche Lohnuntergrenze von derzeit 13,90 Euro gilt eigentlich fast ohne Ausnahmen. Doch oft wird mit Tricks der Verdienst gedrückt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat nachgerechnet.
Nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben illegale Tricks zur Umgehung des Mindestlohns innerhalb von zehn Jahren bis zu 64 Milliarden Euro gekostet. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hält Verstöße nicht für akzeptabel und fordert eine gründliche Prüfung und Verfolgung. Die Bundesregierung nimmt das Thema ebenfalls ernst.
Das gesetzliche Mindestlohnsystem, eingeführt 2015, ist eine allgemeine Untergrenze, die nur in Ausnahmen unterschritten werden darf. Allerdings werden nicht alle Mitarbeiter auf den vollen Stundensatz gezahlt, was zwei Millionen Menschen mit Einschnitten betrifft. Laut DGB-Berechnungen betrifft dies seit Einführung des Mindestlohns durchschnittlich zwei Millionen Beschäftigte jährlich.
Die DGB schreibt den Verlust von 1,70 bis 2,40 Euro pro Stunde auf diese Grundlage 64 Milliarden Euro für die Zeit von 2015 bis 2024 zu.
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