Umwelt: Abholzung im Amazonasgebiet auf Zehnjahrestief
Brasiliens Präsident Lula feiert die niedrigste Entwaldungsrate seit 2016 als „fantastisch“. Die Daten stammen vom Nationalen Institut für Weltraumforschung.
Die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet erreichte in den letzten zwölf Monaten ihr niedrigstes Niveau seit einem Jahrzehnt, berichtet das Wissenschaftsministerium. Nach Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) wurden zwischen August 2025 und Juli 2026 etwa 2.874 Quadratkilometer Wald abgeholzt, verglichen mit 3.907 Quadratkilometern in derselben Periode des Vorjahres.
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva gab diese Zahlen bei einer Veranstaltung am Samstag bekannt und bezeichnete den Rückgang als "fantastisch". Er hatte angekündigt, den Umweltschutz und die Klimaschutzmaßnahmen bis 2030 auf Null zu reduzieren.
Die Überwachungsinitiative MapBiomas meldete ebenfalls einen Rückgang der Waldbrände im Amazonasgebiet, wobei etwa 3,1 Millionen Hektar im letzten Jahr von Bränden betroffen waren - rund 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Lulas Wahlkampf bei der Präsidentenwahl am 4. Oktober gegen seinen Sohn Flávio Bolsonaro steht nunmehr im Kontext dieser Umwelznachlässigkeiten.
Unter Bolsonaros Präsidentschaft (2019-2022) stieg die Entwaldung und Brandrodung erheblich an, da der Ex-Militär der Region wirtschaftliches Potenzial zuschrieb und den Kontrollbehörden Geldmittel und Kompetenzen verringerte.
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