Nur in Englisch nicht: Studie: Teens mit Social Media sind schlechter in der Schule
Videos schauen bei den Hausaufgaben, abends mit den Freunden schreiben, statt zu schlafen: Soziale Medien bestimmen den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Das hat Auswirkungen auf die Noten.
Eine neue Studie aus Italien hat gezeigt, dass Teenager, die schon früh ein Social-Media-Konto eröffneten, schlechter abgeschnitten haben als diejenigen, die erst später, meist ab der neunten Klasse, ein Konto erstellten. Forscher der University of Milano-Bicocca in Mailand befragten über 5.000 Schülerinnen und Schüler und analysierten ihre Leistung in Mathematik, Italienisch und Englisch.
Jene, die schon früh soziale Medien nutzten, fanden häufiger eine Klasse und waren im Vergleich zu späteren Nutzern geschlechter schlecht. Die Autoren der Studie, die im Journal "Nature Human Behaviour" veröffentlicht wurde, vermuten, dass dies mit der ständigen Präsenz englischsprachiger Inhalte auf Social-Media-Plattformen zusammenhängt.
Mögliche Gründe sind Ablenkung, weniger Zeit für die Schule und kognitive Überlastung. Frühere Studien haben hingegen Zufallseffekte der Ablenkung durch soziale Medien auf das Lernen genannt. Inzwischen diskutiert die Europäische Union, insbesondere Frankreich, Deutschland, Spanien, Griechenland und Österreich, ein Verbot für die Nutzung von sozialen Medien durch Jugendliche unter einem bestimmten Alter.
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