Weltklimakonferenz COP31: Klimagipfel in der Türkei – Worum es geht und woran es hakt
Die Klimakrise spitzt sich zu – doch die Welt ist durch Kriege und Konflikte abgelenkt. Bei der Weltklimakonferenz in Antalya wird sich zeigen, ob die Staaten doch noch in den Notfallmodus schalten.
Die Klimakrise erreicht dieses Jahr beispiellose Dimensionen, wobei extrem heftige Waldbrände in Europa, tödliche Hitzewellen und Dürre nicht nur in Deutschland, sondern auch in Nepal und China die Folgen des Klimawandels deutlich werden lassen. Nun befindet sich die Welt vor einer entscheidenden Konferenz, der 31. UN-Weltklimakonferenz, die in Antalya, der Türkei, stattfindet.
Ziel dieser zweiwöchigen Zusammenkunft ist es, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, um die verheerendsten Auswirkungen der Krise zu verhindern. Die bisherigen klimapolitischen Maßnahmen scheinen jedoch nicht ausgereicht, denn laut den neuesten Prognosen der Vereinten Nationen sollen die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 tatsächlich auf 2,8 Grad steigen.
Trotzdem besteht noch eine Chance, den Kurs zu korrigieren, indem schnellere Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählt allerdings die sofortige Umstellung auf einen Notfallmodus, in dem die Investitionen in fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle eingestellt werden. Dieses Vorgehen möge jedoch nicht gut in der zeitgenössischen politischen Atmosphäre anklingen, da viele Regierungen derzeit aufgrund wirtschaftlicher und politischer Probleme die für den Klimaschutz erforderlichen Mittel nicht bereitstellen.
Es ist jedoch hoffnungsvoll, dass fast alle Länder, mit Ausnahme der USA, die Verpflichtung zur Teilnahme an der Konferenz eingehalten haben. Die Türkei hat als Gastgeber vorgeschlagen, ein globales Ziel zur Elektrifizierung festzulegen, die bis 2035 35 Prozent des Endverbrauchs durch Strom ersetzen soll. Dieses Ziel wird auch von Deutschland unterstützt.
Wenn diese Maßnahmen durchgeführt werden, sollten sie jedoch nur erfolgreich sein, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Wasser stammt, was nicht immer der Fall ist.
Die Türkei ist dabei, gemeinsam mit Australien als Gastgeber für die Konferenz zu fungieren, was eine neue und ungewöhnliche Situation darstellt. Skeptiker befürchten, dass Reibungslagen zwischen den beiden Ländern das Gelingen der Konferenz gefährden könnten. Darüber hinaus ist die politische Situation in der autoritären Türkei besorgniserregend, da Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kürzlich eine Verschärfung der Repressionen gegen unabhängige Stimmen misst haben.
Deutschland steht in Bezug auf sein Klimaschutzziel in Schwierigkeiten, da das Land seine eigenen Ziele nicht mehr erreichen kann. Staatsratspräsident Friedrich Merz wird seine Teilnahme an der Konferenz aus Gründen unklarer Verpflichtungen vermissen. Als Reaktion auf die Konferenz plant die Klimaaktivitätsbewegung Fridays for Future einen bundesweiten Klimastreik an 70 Orten.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.