Versicherung: Nürnberger will verstärkt über Kooperationen zulegen
Nach der Sanierung setzt Vorstandschef Harald Rosenberger unter dem Mutterkonzern VIG auf längere Planungshorizonte und richtet das Geschäft neu aus. Worauf der neue Eigentümer Wert legt.
Die Nürnberger Versicherung, nach ihrer Sanierung und Übernahme durch die Vienna Insurance Group (VIG), plant, das Geschäft mit einer Fokussierung auf Kooperationen wiederzubeleben. Vorstandschef Harald Rosenberger hat erklärt, dass sie zunächst das Unternehmen für eine zukunftsorientierte Lage machen müssen, bevor sie wachsen können.
Die Versicherungsgruppe wird nicht mehr alle Produkte selbst gestalten, sondern verstärkt auf Kooperationen setzen. Branchenbeobachter sehen bereits erste Erfolge bei der Restrukturierung, doch ob die VIG zusätzliche Impulse setzt, wird erst in ein bis zwei Jahren deutlich. Der Konzern verzeichnete 2024 einen Konzernverlust von 77 Millionen Euro, aber seit Mai 2026 befindet sich die Nürnberger in der Gewinnzone.
Der Squeeze-out, bei dem die verbleibenden Minderheitsaktionäre abgefunden werden sollen und das Unternehmen vom Kurszettel genommen wird, findet am 12. November statt. Die Nürnberger strebt ein Ergebnis von 80 bis 100 Millionen Euro für 2026 an, wobei sie sich auf die Bereitstellung von 70 bis 80 Prozent ihrer Produkte selbst konzentrieren möchten.
Die Fürst Fugger Privatbank, die Banktochter der Nürnberger-Gruppe, soll eine wichtigere Rolle spielen und mit Unterstützung durch die Konzernmutter, VIG, neue IT-Systeme eingeführt werden.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.