USA: Börsencrash und Regulierung – was droht Big Tech nach den Midterms?
Mit dem Durchmarsch der US-Demokraten ist die Tech-Branche in einer neuen Welt aufgewacht. Denn beim Bau von Rechenzentren ist nun eine weitere umkämpfte Ressource entscheidend: die Wähler.
Am Dienstagabend ereignete sich eine angespannte Stimmung bei einer Sondervorführung von Mozarts „Hochzeit des Figaro“ im War Memorial Opera House in San Francisco. Topmanager der KI-Branche, darunter Elon Musk von SpaceX, diskutierten die Wahlergebnisse der Midterms in den USA, ohne die volle Auswirkung des Ereignisses zu erkennen.
Die Demokraten gewannen beide Kammern des Kongresses und gewannen auch in vielen bisher konservativen Bundesstaaten. Mindestens fünf Gouverneursposten errangen sie, darunter in Texas. Allerdings hatten viele Tech-Unternehmen und KI-Profiteure, wie Nvidia, eine schwere Niederlage. Am Mittwochmorgen diskutierten Topmanager bei OpenAI und Microsoft, welche Auswirkungen die Wahl auf ihre Pläne für Rechenzentren haben würde.
Die Unruhe war besonders groß bei Anthropic, wo der Börsengang plötzlich auf der Kippe war. Der Nasdaq verlor mehr als fünf Prozent und der Philadelphia Semiconductor Sector Index erlebte den größten Tagesverlust seit März 2020. Tech-Aktien des Chipsektors, von Computerveranstaltern bis hin zu Social-Media-Plattformen, stürzten in die Tiefe.
Das Magazin "Fortune" beschrieb die Folgen als einen "roten Meer". Im Silicon Valley herrscht nun die Frage nach den Folgen des "blauen Tsunamis" für Big Tech.
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