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Frankreich: Der einsame Präsident – diese Alleingänge kosteten Macron das Vertrauen

Er regierte an Parlament, Gewerkschaften und Vertrauten vorbei. Jetzt, sechs Monate vor seinem Amtsende, treffen Ausschreitungen und Streiks einen Präsidenten, der kaum noch Rückhalt hat.

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Frankreich: Der einsame Präsident – diese Alleingänge kosteten Macron das Vertrauen

Die Spannung ist allgegenwärtig in Frankreich, wo Präsident Emmanuel Macron kürzlich Sicherheitskräfte in Marseille beauftragte, um die Auswirkungen der Spannungen der vergangenen Monate zu beurteilen. In Marseille hat er die Spuren von Zwietracht und Gewalt gesehen: Graffitis, gebrochene Türen und verletzte Marianne-Statuen. Diese Ereignisse haben Macron selbstkritisch behandelt: „Wir haben das nicht vorhergesehen.“

Macron steht kurz vor Ablauf seiner Amtszeit und muss sein verlorenes Vertrauen wiederherstellen. Seit Wochen kämpfen Franzosen wegen Bildungskosten und Lebenshaltungskosten auf den Straßen. Die Krise hat seinen Präsidenten in ein eigenständiges Auftreten und einen Risikofanatikus verwandelt, der nur schwer zu erreichen ist.

Macron versagt, mit seiner Partei und dem Land in Kontakt zu bleiben. Nur 15 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden – ein Negativrekord. Er hat Journalisten aus dem Pressepalast verbannt und Unterstützer und Verbündete enttäuscht oder ausgeschlossen. Mitte Oktober rief er zu einem Protest auf der Pyramide des Louvre, aber die Unterstützung von Menschen ist nun nur noch schwach.

Die Verbündeten Macrons, wie sein früherer Premier Édouard Philippe und der Parteichef Gabriel Attal, kritisieren den Präsidenten. Ihr Zerwürfnis entstand aus der Auflösung der Nationalversammlung und dem mangelnden Respekt davor. Die Situation wird für Macron immer gefährlicher, da sein Präsidentenamt bald endet.

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