Zwischenbilanz: Commerzbank mit Rekordgewinn in die Arme der Italiener
Die Commerzbank bleibt auf Kurs Richtung Rekordjahr. Doch im Vordergrund steht die von der Unicredit betriebene Übernahme des Dax-Konzerns. Wie geht es weiter für den Vorstand um Bettina Orlopp?
Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro erzielt, was eine 45-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Diese starke Geschäftsentwicklung stärkt das Potenzial der Bank, wie die Chefin Bettina Orlopp betonte. Inzwischen ist die Commerzbank fast zwei Jahrzehnte lang gegen eine Übernahme gewesen, die nun endlich eingetreten ist.
Die italienische Bank Unicredit hat knapp die Hälfte der Anteile an der Commerzbank sichergestellt und erhalten die Genehmigung der EZB, diese zu übernehmen. Die Unicredit sieht bedeutende Kosteneinsparungen in Aussicht und will das Auslandsnetz der Commerzbank streichen. Bis Ende 2027 sollen etwa 3.900 Vollzeitstellen in Deutschland und zusätzlich 3.000 in anderen Bereichen wegfallen.
Bis zum 30. September standen in der Commerzbank insgesamt 40.390 Vollzeitmitarbeiter, von denen über die Hälfte in Deutschland tätig sind. Der Bundesstaat, der mit 13 Prozent der Anteile zweitgrößter Aktionär ist, hat Vertrauen in die Zukunft der Bank und ebenso wie Unicredit-Chef Andrea Orcel. Orcel fordert Vertrauen und wird in naher Zukunft voraussichtlich die Geschäftsleitung der Commerzbank neu besetzen.
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