Leistungsfähigkeit: Warum Firmen ihre Mitarbeiter ausschlafen lassen sollten
Die innere Uhr wirkt sich maßgeblich auf die Produktivität aus. Trotzdem arbeiten viele gegen ihren eigenen Rhythmus. Wie lässt sich das verhindern?
Morgenkonferenzen, tägliche Rhythmen und erste Kundentarife sind für viele deutsche Arbeitnehmer nicht geeignet. Die Kernarbeitszeit existiert zwar nicht gesetzlich, Mitarbeiter arbeiten aber oft zwischen neun und siebzehn Uhr – oft gegen ihren biologischen Rhythmus. Jeder hat eine innere Uhr, die Schlaf-Wach-Rhythmus, Stimmung, Stoffwechsel und Leistungsfähigkeit steuert.
Leider wird diese oft ignoriert von Einzelpersonen, Gesellschaft und Arbeitgebern. Forschungen zeigen, dass die Arbeitszeit, die der inneren Uhr entspricht, allen zugute kommt: Eule oder Lerche? Der biologische Takt Die innere Uhr sitzt im Gehirn, im Hypothalamus. Sie funktioniert als Tagestimer und richtet sich nach Tageslicht.
Je nach Licht sind Menschen früh- oder spät aufsteigend – in Wissenschaft Eulen und Eulen genannt. Diese Unterschiede sind genetisch, altersabhängig und von Lichtumgebung abhängig. Die meisten Menschen sitzen irgendwo dazwischen, erklärte Chronobiologe Till Roenneberg. Das gesellschaftliche Leben richtet sich jedoch oft nach frühtypischen Menschen.
Dies führt zu einem Problem: dem Social Jetlag. Der biologische und soziale Zeitbereich sind nicht übereinstimmend. Dies führt zu schlechteren Schlaf und gefährdet die Gesundheit. Chronotypen in Unternehmen werden oft überschätzt Die Leistungsfähigkeit in Joben verbessert sich durch guten Schlaf und Unterstützung des inneren Rhythmus.
Spätaufsteher werden oft als weniger diszipliniert und weniger erfolgreich gehandhabt. Führungskräfte sind häufig frühtypisch und erwarten, dass ihr Team morgens präsent ist. Das kann die Leistung beeinträchtigen. Unternehmen sollten Mitarbeiter Chronotypen ermitteln und Zeitfenster nutzen. Je nach Typ sollten kognitive Aufgaben zu bestimmten Zeiten geplant werden. Dies könnte die Produktivität und Innovation verbessern.
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