Führungskräfte: Hochqualifiziert, erfolgreich, arbeitssuchend – Vier Betroffene berichten
In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene erzählen, vor welche Herausforderungen sie das stellt.
In Deutschland hat sich der Arbeitsmarkt verändert und viele hochqualifizierte Führungskräfte und Manager sind derzeit in arbeitsuchendem Bereich. In allen Branchen ist die Zahl der arbeitslosen Führungskräfte innerhalb eines Jahres um 14 Prozent gestiegen. Der IAB meldet, dass jede Woche in der Industrie etwa 15.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Lukas Meier, ein Finanzvorstand mit einem jährlichen Gehalt von 400.000 Euro, war vor 30 Jahren bereits erfolgreich in der Industrie, aber sein Vorstandsvertrag wurde nicht verlängert. Er bemerkt, dass die Suche nach einem neuen Job schwierig und zeitaufwändig ist. Meier ist finanziell abgesichert, aber er fragt sich, was er in seiner Mitte-50er-Jahre machen soll.
Nils Schmidt, Vorstand des Verbands für Fach- und Führungskräfte (DFK), berichtet von einem Anstieg der Anfragen von entlassenen Führungskräften. Diese chronifizieren vielfältige Emotionen, wobei einige sogar wütend auf ihre früheren Arbeitgeber werden. Der DFK sorgt dafür, dass seine Berater in solchen emotionalen Situationen richtig reagieren.
Franka Gruber, eine IT-Führungskraft und alleinerziehende Mutter von zwei Teenagern, ist aufgrund einer Umstrukturierung ihrer Arbeitsstelle und wurde entlassen. Sie sucht nach einer gut bezahlten Stelle und hat sich mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in eine schwierige finanzielle Lage geraten. Viele IT-Führungskräfte haben auch Vorurteile gegenüber ihrer Kompetenz zu kämpfen und denkt, dass sie nicht als eine starke Geschäftsleitung wahrgenommen wird.
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