Wirtschaft: Topmanager blicken zuversichtlicher auf deutsche Wirtschaft
Eine exklusive Umfrage zeigt wachsenden Optimismus unter Entscheidern. Auch das Vertrauen in die Reformfähigkeit der Bundesregierung wächst. Ein Wendepunkt?
Führungskräfte in Deutschland werden zunehmend zuversichtlicher bezüglich der Wirtschaftslage. Im Vergleich zum Frühjahr rechnen mehr Manager mit Wirtschaftswachstum und knapp ein Drittel vertraut nun der Bundesregierung, dass sie Reformen umsetzen kann. Trotzdem sind die Erwartungen an die Regierung begrenzt und es bestehen bedeutende Hürden für die Wirtschaft.
Der Meinungsforschungsinstitut Civey wurden zwischen Anfang Juni und Ende Oktober rund 5000 C-Level-Executives befragt, um ihre Sicht auf die deutsche Wirtschaft, die Unternehmenslage und die Bundespolitik zu ermitteln. Die Stimmung unter den Topmanagern hat sich in einigen Aspekten überraschend verbessert.
In den Führungsetagen herrschte bereits im September ein vorsichtiger Optimismus, was sich in den Zustimmungswerten der Bundesregierung vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern widerspiegelte. Der Konjunkturausblick hat sich seit Juni fast verdoppelt, wobei sich der Anteil derjenigen, die Wirtschaftswachstum erwarten, von 16 Prozent im Juni auf 30 Prozent im Oktober erhöht hat.
Unternehmensführer blicken nun zuversichtlicher in die Zukunft ihrer eigenen Unternehmen, mit knapp der Hälfte, die ihre eigene Wirtschaftslage als gut beurteilen, verglichen mit knapp 16 Prozent, die eine schlechte oder eher schlechte Bewertung vortragen. Diese Verbesserung der Unternehmensstimmung spiegelt sich auch in den Erwartungen für die kommenden sechs Monate wider, wobei knapp ein Drittel eine positive Entwicklung erwarten, während der Rest keinerlei Veränderung erwartet.
Eine große Herausforderung für Unternehmen sind die hausgemachten Bürokratie, hohe Energiepreise und regulatorische Vorgaben. Während im Juli fast ein Drittel Unternehmen Pläne für Stellenkürzungen hatte, ist dieser Prozentsatz im Oktober auf rund jedes Vierte gesunken. Zu den größten Herausforderungen für Unternehmen gehören die Bürokratie (48 Prozent), hohe Energiepreise (39 Prozent) und regulatorische Vorgaben (36 Prozent).
Weniger häufig werden Fachkräftemangel (31 Prozent) und schwache Nachfrage (22 Prozent) genannt. Zölle und schwache Verfügbarkeit von Vorprodukten werden nur selten als größte Herausforderung bezeichnet.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.