Klima: UN-Bericht – Gelder für Klimaanpassungen reichen nicht aus
Klimaziele der internationalen Gemeinschaft drohen zu scheitern. Auch finanziell ist die Weltgemeinschaft schlecht vorbereitet auf die Bewältigung der Folgen des Klimawandels, so die UN.
Ein jüngst veröffentlichter UN-Bericht zeigt, dass die Gelder, die Industrieländer den am stärksten von Klimawandel betroffenen Ländern im globalen Süden zur Verfügung stellen, um die Anpassungen zu finanzieren, weit hinter dem erforderlichen Niveau zurückbleiben. Der so genannte Adaptation Gap Report des UN-Umweltprogramms (UNEP) geht von einem Bedarf von 305 Milliarden US-Dollar jährlich bis 2035 aus.
Die Mittel, die derzeit von Industrieländern in Entwicklungsländer fließen, würden selbst bei einer Verdreifachung bis 2035 nur 20 bis 29 Prozent des Bedarfs abdecken. Inger Andersen, Direktorin des UNEP, warnte, dass die Welt nicht auf die aktuellen klimatischen Bedingungen vorbereitet ist und drohen nicht nur erhebliche Verluste, sondern auch Leben, wenn die 1,5-Grad-Grenze überschritten wird.
Im Jahr 2024 sanken die auf Süd-Süd-Kooperationen basierenden Mittel von Entwicklungsländern auf 9,6 Milliarden Dollar, ein starker Anstieg im Vergleich zu 2019. UN-Generalsekretär António Guterres betonte, dass die Finanzierungslücke nicht nur in Geld angegeben werden kann, sondern auch in Menschenleben und verlorene Zukunftsperspektiven, und forderte verstärkten politischen Willen.
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