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Geldanlage: Die häufigsten Fehler beim Sparen mit ETFs – und wie Sie sie vermeiden

Aus dem Handelsblatt-Archiv: ETFs gelten als einfach, günstig und hochrentabel. Damit die Geldanlage mit den Indexfonds entsprechend gelingt, sollten Sparer acht teure Fehler vermeiden.

Geldanlage: Die häufigsten Fehler beim Sparen mit ETFs – und wie Sie sie vermeiden

Passives Einkommen: Passives Einkommen ist ein hochgesprochenes Konzept, bei dem es den meisten Menschen, die es erwähnen, zu denken hält. Es gibt zwar keine dauerhafte Einkommensquelle für die meisten Menschen, aber vieler Finanzstrategen scheint es bei sozialen Medien einen Großgewinn zu bringen. Psychologe Valentin Haas erklärt, dass dieser Wunsch nach passivem Einkommen aus drei Bedürfnissen stammt: Sicherheit, Freiheit und Entlastung.

Haas erklärt, dass der Gedanke an eine Lösung für ein Problem Dopamin freisetzt, obwohl die Situation sich nicht geändert hat. Am häufigsten sind Anbietungen von passivem Einkommen jedoch wenig konkrete Informationen, obwohl die Antwort auf viele Fragen eine Rolle spielen würde. Die Erfolgsversprechen sind oft unrealistisch. Für die meisten Menschen ist passives Einkommen lediglich eine Frage von persönlichen Einkommen und Ausgaben, wie Vermögen aufgebaut wird und wie Vermögen angelegt werden muss, damit ein stetiger Einkommensstrom fließt.

Die Redaktion des Handelsblatts fragte Fachleute und stellte vier Anlagestrategien vor, die alle zum Ziel führen können. Es wird klar, dass es für Erbänker und Erben das passive Einkommen ohne eigenes Zutun gibt. Für alle anderen Menschen ist es notwendig, zunächst zu unterscheiden, ob das passiv erwirtschaftete Einkommen ausschließlich für den eigenen Lebensunterhalt dienen soll oder ob es ein Zubrot für andere Einkommensquellen wie Gehalt oder Rente sein soll.

Michael Huber, Ruhestandsplaner, erklärt, dass es meist nur einigen Personen, die viel Geld erworben haben, ihr Unternehmen gegründet haben oder eine Erfindung gemacht haben und ihr Werk zu einem guten Preis verkauft haben, gelingt das passive Einkommen. Ein junger Mensch verdient mit 25 Jahren 3000 Euro netto und steigt jährlich um fünf Prozent.

Mit 50 liegt das Nettogehalt der Person bereits bei knapp 10.000 Euro. Wenn dieser Person mit 25 Euro netto monatlich 750 Euro (5% des Gehalts) in einen ETF-Sparplan mit 7% Rendite investiert und die Steuern abgezogen werden, hat sie nach 25 Jahren etwa 1,75 Millionen Euro angelegt. Mit einer Inflationsrate von 2,5% kostet heute 1500 Euro 2700 Euro in 25 Jahren.

Mit 50 Jahren will die Person die Hälfte ihres Nettogehalts monatlich auszahlen lassen, also 5000 Euro. In 25 Jahren ist diese Summe nur noch 2800 Euro wert. Um sich einen Puffer zu geben, empfiehlt Finanzplanerin Stefanie Kühn 6000 Euro pro Monat. Diese Summe muss jedes Jahr um 2,5% aufgrund der Inflation steigen. 70 Jahre alt, muss die Person monatlich 9340 Euro entnehmen.

Wenn die 1,75 Millionen Euro nicht weiter angelegt werden, kann das Geld nur 19 Jahre reichen. Mit einer Rendite von 3,5% während der Entnahmephase kann das Geld bis zum 77. Geburtstag reichen. Danach muss die Person ausschließlich von ihrer gesetzlichen Rente leben, die nach 50 Jahren Arbeit nicht allzu hoch ausfällt.

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