Indien: Indische Opposition protestiert erneut gegen Wahlkommissionschef Gyanesh Kumar
In Indien gingen erneut zehntausende Menschen gegen den Leiter der Wahlkommission auf die Straße. Dieser hatte 2025 die Wahllisten stark überarbeitet – offenbar zum Nachteil von Minderheiten.
Am Sonntag forderten die indische Opposition die Rücktrittserklärung des Leiters der Wahlkommission, Gyanesh Kumar. In einer Kundgebung in Neu-Delhi, initiiert von dem Oppositionsbündnis INDIA, schlossen sich Zehntausende Demonstranten an. Sie schreien Slogans gegen die Regierung von Premierminister Narendra Modi und fordern den Schutz der Demokratie des Landes.
Rahul Gandhi, der Chef der oppositionellen Kongresspartei, leitet die Proteste. Der Einwand gegen Kumar bezieht sich auf eine umstrittene Überarbeitung der Wählerlisten. Seit Wochen fordern Oppositionsparteien und Anhänger der Kakerlaken-Bewegung den Rücktritt des Wahlkommissionschefs. Mehr als 130 Millionen Namen wurden seit letztem Jahr von den Listen entfernt.
Kritiker argumentieren, dass Minderheiten, insbesondere Muslime, übermäßig stark davon betroffen sind. Die Wahlkommission und die Regierung lehnen die Vorwürfe zurück und erklären, dass die Änderungen den Entfernung von doppelten und unzulässigen Einträgen sollen. Human Rights Watch äußert Bedenken, ob zukünftige Wahlen im Land fair sein könnten.
Tausende Polizisten und paramilitärische Soldaten wurden wegen des Protests eingesetzt, und über 200 Überwachungskameras, Drohnen und Bodycams standen am Versammlungsort und entlang der Protestroute bereit. Eine Gerichtsentscheid schützt die Anführer einer Jugend-Protestbewegung in Indien.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.