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Die Einheitsgenossenschaft als Verzweiflungstat: Wie die unmögliche Revolution bei der Migros möglich wurde

Alarmierende Zahlen erzwangen den radikalen Umbau beim Detailhändler. Dieser geht noch weiter als bisher bekannt: Ein Teil des Gewinns wird künftig an die Genossenschafter ausgeschüttet.

Die Einheitsgenossenschaft als Verzweiflungstat: Wie die unmögliche Revolution bei der Migros möglich wurde

Erzührt die moderne Geschichtsschreibung nicht immer die vollständige Wahrheit, wie die Bilder von Migros zeigen. Die Präsidenten aller zehn Regionalgenossenschaften stellten sich am Montag vor den Kamera und erklärten, warum sie sich selbst abschaffen und eine Einheitsgenossenschaft gründen wollen. Dies geschah trotz der Vorstellung, dass diese Revolution unmöglich ist.

Die Zentrale von Migros und ihre Regionalgenossenschaften waren in einen Streit geraten, in dem beide Seiten teilweise juristische Gutachten einsetzten, um sich gegenseitig überlegen darzustellen. Ursula Nold, die Präsidentin, und Mario Irminger, der CEO, waren fast in Harmonie, mussten jedoch bis vor wenigen Jahren heftige Konflikte durchstehen.

Vor einigen Jahren hatten sich die Zentrale in Zürich und die Regionen fast ohne jede Beharrlichkeit gegeneinander gerungen. Als Irminger 2023 im NZZ zitierte, sagte er, dass die Fusion aller genossenschaftlichen Regionen in der stark föderalistisch organisierten Migros keine Mehrheit finden würde. Er erhielt sogar vom Präsidenten Fabrice Zumbrunnen die Abschiebung.

Der Weg zur Einheitsgenossenschaft ergab sich plötzlich. Ein Mitarbeiter namens Thomas Eisele hatte sich in den Regionen um die Fürsten zusammenzubringen. Mit seiner bescheidenen Rolle wurde er hinter den Kulissen zu einem entscheidenden Faktor. Er war sogar potenzieller Nachfolger von Irminger, der sich bald ausscheiden musste.

In den letzten Jahren haben die Migroshändler versucht, ihre Lage zu verbessern, aber ihre Bemühungen waren vergeblich. Die Verluste von 2024 und 2025 waren massiv. Die Migros war nicht in der Lage, gegen Coop, Lidl und Aldi zu konkurrieren. Doch die Einheitsgenossenschaft bot jetzt Hoffnung.

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