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Wachsende Defizite: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten

Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.

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Wachsende Defizite: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten

Die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen werden die finanzielle Not der deutschen Krankenhäuser noch erheblich verschärfen, schreiben mehrere Klinikchefs in der jährlichen Krankenhausstudie der Unternehmensberatung Roland Berger. Vorherrschende Meinung lautet, dass der Personalabbau und die verschobenen Investitionen die Folge sein werden.

Bei nahezu drei Vierteln der beteiligten Kliniken wird ein Defizit auf über zehn Prozent des Umsatzes prognostiziert, in einigen Einrichtungen sogar auf ein Viertel. Viele Kliniken haben bereits fast alle ihre Reserven aufgebraucht. "Die Zahl der Insolvenzen wird wahrscheinlich stark steigen," sagt ein Mitautor.

Vierzig Prozent der Klinikchefs planen Maßnahmen zum Einsparen von Personal, während 86 Prozent die Einstellung von Investitionen in den übrigen Abteilungen vornehmen möchten. Nur 84 Prozent der befragten Chefs hatten ihr Ergebnisziel im Vorjahr erreicht – sie hatten die Verluste von vornherein eingeplant. Das Sparpaket für das Gesundheitswesen, das im Juli vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde, wird die finanzielle Lage der Krankenhäuser nach Einschätzung der Klinikchefs weiter verschlechtern.

Mit einem erwarteten Rückgang der Einnahmen um sieben Prozent wird die "Beitragsstabilisierungsgesetz" weitere Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenkassen verhindern.

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