Rohstoffe: Warum die Kupferpreise Rekordhöhen erreichen
Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Droht ein Mangel?
Kupferpreise erreichen Rekordhöhen, dank steigender Nachfrage nach Elektroautos, Stromnetzen und Windenergie. Mit einer Tonne Metall, der die Wirtschaft elektrifiziert, kostet eine Tonne Kupfer derzeit etwa 13.000 Euro. Kupfer ist ein rotbraunes, formbares, aber korrosionsbeständiges Industriemetall. Es wird für Generatoren, Ladesäulen, Batterien, Windturbinen und Solarzellen verwendet.
Nach Prognosen wird die Nachfrage bis 2040 um ein Viertel bis zu einer Hälfte steigen. Die Hauptgründe sind der Anstieg der Elektrofahrzeuge und der Ausbau der Stromnetze. Daraus resultiert die Frage, ob die erhöhte Nachfrage gedeckt werden kann. Nach Bewertung der IEA besteht möglicherweise eine Versorgungslücke von 25 Prozent bis 2035.
Die Hauptlieferländer sind Chile, die Demokratische Republik Kongo und Peru, wobei Chile fast ein Viertel des Kupfererzes fördert. Die Herstellung erfolgt durch Bergbau, Hüttewesen und Raffination, wobei die chinesische Hüttenproduktion mehr als die Hälfte des Rohkupfers liefert. Die Kupferpreise können Verbraucher beeinflussen, insbesondere in Bereichen mit hohem Kupferbedarf wie dem Bau.
Die Weltbank prognostiziert einen Preisverfall um acht Prozent für 2027, unter anderem aufgrund der Produktion von Grasberg, einer der größten Minen der Welt. Anleger können Rohstoff-ETCs oder bestimmte Unternehmen und Themen-ETFs für Kupferwetten nutzen.
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