Migros-Zentralisierung: Diese Fragen stellen sich nach dem orangen Knall
Die Migros kündigt den grössten Konzernumbau in ihrer Geschichte an. Nun muss sie die Genossenschafter davon überzeugen. Und gleichzeitig einen neuen CEO suchen. Ein Überblick über die Baustellen
Die Migros hat den größten Umstrukturierungsplan in ihrer Unternehmensgeschichte angekündigt. Dieser Zwischenfalls erfordert eine Antwort auf mehrere wichtige Fragen. Die Migros zielt auf eine schlankere, effizientere und konkurrenzfähige Einheit ab. Die Zentralisierung soll das Ziel sein, die zehn Regionalgenossenschaften und den Migros-Genossenschafts-Bund zu einer großen Genossenschaft zu vereinen.
Die Genossenschaften müssen zunächst der Zentralisierungs-Idee zustimmen. Die neuen CEO, Mario Irminger und die Migros-Präsidentin Ursula Nold, müssen die Genossenschafts-Präsidenten davon überzeugen, der Abschaffung ihrer eigenen Strukturen zuzustimmen. Dies ist eine schwierige Aufgabe, da jede Region die Abschaffung zumindest mit 25 Prozent der Stimmbeteiligung und Mehrheitsentscheidungen zustimmen muss.
Die Umstrukturierung ist für Juni 2027 geplant. Die Migros erwartet, Arbeitnehmer zu entlassen, insbesondere aus Verwaltungs- und IT-Stellen. Neue Filialen sollen jedoch gebaut werden. Die Preisstrategie bleibt unklar, da es ungewiss ist, ob niedrigere Preise für Kunden tatsächlich profitabel sind.
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