«The winner takes it all»: Uber Eats und Just Eat liefern sich einen brutalen Verdrängungskampf auf den Schweizer Strassen
Just Eat wollte der Essenslieferdienst mit den guten Arbeitsbedingungen sein. Doch der Kundschaft sind tiefe Preise wichtiger.
Der Essenslieferdienst Just Eat wollte bei seinen angenehmen Arbeitsbedingungen die Uber Eats. Allerdings waren tiefe Preise für Kunden wichtiger. Schweizerinnen und Schweizer liefern sich besonders gerne nach Hause mit Pizza, Burger und Döner. Diese kalorienreichen Gerichte werden häufig zu Hause eingenommen, ohne dass jemand wegen gesundheitsschädlicher Vorlieben scherzhaft über sie hinwegschaut.
Aus der Bestenliste des jährlich erscheinenden Just Eat Food Reports geht hervor, dass die Lieferunternehmen Just Eat und Uber Eats auf den Schweizer Straßen einen brutalen Dislozierungskampf führen. Urs Zbinden, Sekretär von Syndicom, der die 700 Angestellten des Unternehmens vertritt, erklärt, dass Just Eat die Fahrer entlassen will, um die Arbeitskosten gegenüber Uber Eats zu senken.
Bis zuvor zahlte Just Eat seine Fahrer 22 Franken pro Stunde plus einen 13. Monatslohn, was das höchste Gehalt in der Branche darstellte. Die Gewerkschaften haben schon lange darauf hingewiesen, dass Fahrer von Uber Eats und Now auch Just Eat abhängig und unter Arbeitsverträgen stehen sollten – mit allen gesetzlichen Rechten und Pflichten.
Trotzdem lassen die Kantone die beiden Plattformen in vielen Bereichen weiterhin arbeiten. Just Eat verlagert sich in den großen Städten Zürich, Bern und Basel auf das umstrittene Selbständigenmodell von Uber Eats. Die meisten von rund 700 angestellten Fahrern könnten ihre Stellen verlieren und müssen als Selbstständige ihre Aufträge per App von Just Eat entgegennehmen.
Der Konsumenteninteresse steht dabei die günstige Preisgestaltung über den Arbeitsbedingungen Vorrang ein.
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