Die Swiss prüft Schadenersatzforderungen gegen Skyguide. In der Schweiz sind die Aussichten dafür besser als in der EU
Die Fluggesellschaft will die Störungen bei der Flugsicherung nicht mehr hinnehmen. Ein neues Urteil in der EU sowie die Schweizer Rechtslage spielen der Airline in die Karten.
Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hatte am Dienstagnachmittag letzten Dienstes ein Systemausfall, der die Flugsicherung erheblich beeinträchtigte. Dieser Ausfall führte zu Störungen bei Starts und Landungen in Zürich und Genf und zur Stoppmeldung für mehrere Flüge. Skyguide hat die Kapazität in den folgenden Tagen schrittweise wiederhergestellt.
Die Swiss Airline hat die Möglichkeit, Schadenersatzforderungen gegen Skyguide wegen dieser Störung zu prüfen. Dies ist durch ein jüngst getätigtes Urteil des Europäischen Gerichtshofs möglich geworden, nach dem Flugsicherungen auch für wirtschaftliche Schäden der Airlines haftbar gemacht werden können. In der Schweiz sind die Chancen für eine solche Klage größer als in der EU, da das Schweizer Staatshaftungsprinzip eine Kausalhaftung ermöglicht.
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