Wird der Berufseinstieg wegen KI immer schwieriger? «Nein», sagt die Microsoft-Expertin
Viele fürchten den Jobverlust durch KI. Die Microsoft-Expertin Katy George widerspricht und erklärt im NZZ-Gespräch, dass gerade Berufsanfänger ihre Karriere mit KI schneller aufbauen könnten.
Der Berufseinstieg in die heutige KI-gestützte Arbeitswelt ist laut Microsoft-Experte Katy George nicht unbedingt schwieriger. Im Gegenteil, George argumentiert, dass Hochschulabsolventen durch KI ihre Karriere schneller aufbauen können. Die Arbeitslosigkeit unter Junggesellen ist aufgrund der weit verbreiteten Nutzung von KI-Modeln wie Chat-GPT in der Schweiz und anderen Ländern überproportional gestiegen, so der Argumentationslinie.
Katy George erklärt, dass bei Microsoft die Zahl junger Mitarbeiter nicht sinkt, sondern vielmehr steigt, da die Produktivität dank KI stark wächst. Unternehmen stellen mehr Menschen ein, da KI vielen Aufgaben automatisiert und so mehr Arbeitsplätze schafft. Beispiele dafür gibt es beispielsweise bei der Kanzlei, die zu einem Kunden von Microsoft zählt. Dort arbeiten junge Anwälte jetzt direkt mit Kunden statt fünf Jahre lang in Hinterzimmer zu prüfen.
Katy George ist der Ansicht, dass KI nicht das Problem, sondern die Lösung für den Berufseinstieg. «Wenn man den Menschen KI-Tools gibt, werden sie extrem schnell produktiv», argumentiert die Expertin. Durch KI-Tools könnten junge Berufseinsteiger viel schneller neue Fähigkeiten erwerben, die bisher mehrere Jahre dauern würden. Die KI ist für Katy George keine Herausforderung, sondern eine Chance.
Trotz der zunehmenden Effizienz durch KI sehen die Arbeitsmarktstatistiken jedoch keine allgemeine Steigerung der Produktivität. Ein Grund dafür ist die Messung selbst, wie Katy George erklärt. In Microsoft beispielsweise führt KI zu Qualitätsverbesserungen und Risikominderung, was jedoch erst langfristig sichtbar wird. Diejenigen, die in KI investieren, würden diese Fortschritte möglicherweise als Fake oder als Loch in der Kasse betrachten, vor allem wenn das Unternehmen nicht nachweislich von den Investitionen profitiert.
Written by urgent.news from NZZ Wirtschaft's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.