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Steht Südamerika vor einem neuen Rohstoff-Superzyklus?

Der weltweite Rohstoffhunger und wirtschaftsfreundliche Regierungen wecken Hoffnungen auf einen neuen Boom. Auch Schweizer Unternehmen wittern grosse Chancen.

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Steht Südamerika vor einem neuen Rohstoff-Superzyklus?

Südamerika steht vor einem potenziellen neuen Rohstoff-Superzyklus, so die optimistische Einschätzung vieler Unternehmen. Deutsche Unternehmen sind besonders zuversichtlich über die Aussichten für die Region, sogar mehr als bei fast jedem anderen Bereich der Welt. Eine weltweite Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigte, dass 58 Prozent der dort tätigen Unternehmen besser ausgefeilte Geschäftsabsichten haben, verglichen mit 43 Prozent im globalen Durchschnitt.

Die Gründe für den hoffnungsvollen Trend sind der geografische Abstand zu geopolitischen Konflikten, die begehrten Rohstoffe und neue Chancen durch das EU-Mercosur-Abkommen. Die Schweizer Exportförderorganisation Switzerland Global Enterprise sieht Lateinamerika ebenfalls als eine der vielversprechendsten Regionen für chilenische Unternehmen.

Vielleicht der entscheidende Faktor ist, dass mehrere Entwicklungen wie die Energiewende, der Ausbau des Stromnetzes und die künstliche Intelligenz den Bedarf an Kupfer und anderen strategischen Rohstoffen steigern. Gleichzeitig wollen Europa und die USA ihre Abhängigkeit von China verringern, während asiatische Schwellenländer wie Indien, Indonesien und Vietnam mit wachsendem Wohlstand ihre Nachfrage nach Fleisch, Getreide und anderen Agrarprodukten steigern.

Politische Veränderungen tragen ebenfalls zur positiven Stimmung bei. In Argentinien, Bolivien, Chile, Peru und Kolumbien haben in den letzten zwölf Monaten Regierungen mit weniger Regulierungen und besseren Bedingungen für Investoren an die Macht gelangt. Brasilien könnte sich ebenfalls mit einer gestärkten rechten Mehrheit im Kongress dem wirtschaftspolitischen Trend anschließen.

Glencore, ein schweizer Rohstoffkonzern, profitiert von diesen Entwicklungen und hat ein Kupferprojekt in Argentinien aufgenommen. In Chile erzielte die Regierung trotz einer geringen Popularität eine Steuerreform, um Investoren mehr Zuversicht zu vermitteln. In Peru wachsen private Investitionen dank hohen Exportpreisen, und die staatliche Investitionsagentur Pro Inversión plant ein Projektportfolio von 8,2 Milliarden Dollar für 2026.

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