Elektroautos: Die Spritpreise steigen – und gebrauchte E-Autos sind plötzlich gefragt
Jahrelang galten gebrauchte Elektroautos als Ladenhüter. Seit Jahresbeginn ziehen die Preise plötzlich an. Bei den einzelnen Marken und Modellen gibt es große Unterschiede.
Die Preise für herkömmliche Benzin- und Dieselautos sinken aufgrund höherer Kraftstoffpreise, während die Werte für gebrauchte Elektroautos steigen. Eine Münchner Datenbank, Aampere, berichtet, dass die Preise für gebrauchte Elektroautos seit März gestiegen sind. Der Grund ist der Anstieg der Ölpreise, insbesondere seit dem Beginn des Irankriegs.
Der Index der Aampere zeigt nun einen Trendwandel auf dem Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos. Der Indexnäher Florian Reister erklärt, dass die Gesamtkosten, die viele E-Auto-Besitzer tragen, nun zugunsten der Elektroautos ausgewogen werden. Deutsche Automobil Treuhand (DAT) berichtet über einen ähnlichen Trend für Stromer, die seit Mai bis August ihren Wert um 1,4 Prozentpunkte gestiegen sind.
Die Abstände zwischen Elektroautos und herkömmlichen Autos schrumpfen: Ein drei-jähriges E-Auto hat im Durchschnitt 51,5 Prozent seines Listenpreises, ein Diesel 58 Prozent und ein Benzin 59,4 Prozent. Der Marktanteil von Elektroautos steigt aufgrund des steigenden Nachfrages und des geringen Angebots. Tesla Model 3 und Model Y halten den Spitzenplatz bei, mit 58 und 56 Prozent ihres Neupreises nach drei Jahren.
Der Marktschnitt liegt bei 48 Prozent. Nach vier Jahren fallen die Werte bei chinesischen E-Autos auf 34,9 Prozent. Dies liegt an geringeren Preisen und weniger Interessenten auf chinesischen Märkten.
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