Interview: „Privatjets und Superjachten gehören in einer Energiekrise verboten“
Die Ökonomin Isabella Weber fordert eine Margenbeschränkung für lebenswichtige Güter, staatliche Pufferlager – und sagt, Wirtschaftspolitik entscheide über den Aufstieg der extremen Rechten.
Frau Weber wurde im Zusammenhang mit der Wahl in Berlin gefragt, welche Richtung die Politik in Bezug auf Bezahlbarkeit einschlagen wird. Der Fokus liegt auf der Frage, ob Sprit wirklich das wesentliche Gut ist oder ob es vielmehr die Mobilität selbst ist, die zur Debatte steht. Die Bundesregierung hat ein Paket zur Bekämpfung der Energiekrise ausgearbeitet, das allerdings nur den Spritpreis beeinflusst und keine Lösung für die hohen Kosten von Deutschlandtickets bietet.
In einer Energiekrise sollte man die Alternativen zum Auto attraktiver gestalten und sicherstellen, dass Sprit bezahlbar bleibt für diejenigen, die davon abhängen. Das bedeutet ein Paket, das den Preis des Deutschlandtickets zurückführt und möglicherweise ein Tempolimit beinhaltet, um die Verbrauchskosten zu senken. Privatjets und Superjachten sollten in einer Energiekrise verboten werden, da sie als Veblen-Güter nicht weniger verbraucht werden, wenn der Preis steigt. Der globale Norden sollte in dieser Energiekrise sparen, aber gerecht vorgehen.
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