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Gesundheit: Bundestag beschließt Reform der Notversorgung

Das Parlament hat am Donnerstag mit Stimmen aus CDU/CSU, SPD und Grünen eine weitreichende Reform der medizinischen Notfallversorgung beschlossen. Kern der Reform sind medizinische Ersteinschätzungen, um Notaufnahmen zu entlasten.

Der Bundestag hat beschlossen, die Reform der Notfallversorgung im Gesundheitswesen einzuführen, um Patienten im Notfall besser und präziser versorgen zu können. Die Koalition und die Grünen unterstützten diese Reform sowie die AfD und die Linken. Gesundheitsminister Carsten Linnemann erklärte, dass künftig während einer fachlichen Ersteinschätzung telefonisch oder vor Ort festgelegt werden soll, welche Hilfe jemand benötigt und wie der Patient behandelt werden soll.

Telefonnummern 112 und die ärztliche Bereitschaftsnummer 116 117 sollen für diesen Zweck genutzt werden. Die Patienten sollen in eine Arztpraxis, eine Notdienstpraxis oder die Notaufnahme einer Klinik verwiesen, je nach Schwere des Falls und mit oder ohne Rettungsdienst. Integrierte Notfallzentren, die an Kliniken angeschlossen sind, sollen die richtige Stelle für die Patienten angeben.

Dadurch sollen Notaufnahmen entlastet und sich auf schwere Fälle konzentrieren. Linnemann dankte seinen Vorgängern Jens Spahn und Karl Lauterbach, die die Reform initiiert und entwickelt hatten.

Das Gesetz beinhaltete auch Korrekturen am jüngsten Krankenkassen-Sparpaket. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Christos Pantazis stellte sicher, dass Korrekturen bei Bedarf vorgenommen wurden. Eine Kostenregelung wurde für Haus- und Kinderärzte gestrichen, während Versorgungsregeln für psychotherapeutische Behandlungen verbessert und Krankenkassen bei der Erhöhung des Zusatzbeitrags ihre Mitglieder informieren müssen. Ärzte sollen bessere Voraussetzungen für eine effektive Terminvermittlung haben.

Linnemann bestätigte, dass die Sparmaßnahmen im kommenden Jahr stabil bleiben und die Prognose zeigte, dass die Anstrengungen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen Früchte trugen.

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