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Automobilindustrie: Berlin und Paris einig über Verbrenner-Aus-Lockerung

Merz und Macron wollen die EU-Regeln für neue Verbrenner nach 2035 stärker lockern als bisher vorgesehen. Dafür musste Berlin an anderer Stelle Zugeständnisse machen.

Automobilindustrie: Berlin und Paris einig über Verbrenner-Aus-Lockerung

Deutschland und Frankreich haben sich auf gemeinsame Vorschläge zur Automobilindustrie geeinigt, um CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren und europäische Kapazitäten für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu stärken. Diese Einigung könnte den Weg für eine Lockerung des ursprünglich vereinbarten Verbrenner-Aus-Verkaufs in der EU ebnen, da die EU-Kommission im Dezember 2022 vorgeschlagen hatte, Autos mit Verbrennungsmotor bis 2035 weiter zuzulassen.

Der deutsch-französische Kompromiss sieht vor, dass die Hersteller ihre durchschnittlichen Emissionen ab 2035 nur um 90 Prozent reduzieren müssen und die verbleibenden 10 Prozent durch CO2-neutrale Kraftstoffe oder grünen Stahl kompensieren können. Dies bietet den Automobilherstellern zusätzliche Flexibilität und ermöglicht es ihnen, weiterhin neue Benzin- und Dieselfahrzeuge zu verkaufen, solange ihre Neuwagenflotte den festgelegten Grenzwert einhält.

Deutschland hat sich weiterhin für eine weicher Regelung eingesetzt, die auch Lieferanten aus Ländern wie der Türkei und Marokko einschließt. Bundesregierungen betonten, dass eine wettbewerbsfähige, innovative und dekarbonisierte europäische Automobilindustrie, die Arbeitsplätze schafft, notwendig ist, um dem globalen Wandel in der Branche gerecht zu werden.

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