Aufstiegschancen: „Excel statt Exzellenz“: Drei Faktoren entscheiden, wer es in deutschen Firmen nach ganz oben schafft
Viele Unternehmen befördern stets die gleichen Menschentypen und lassen die Belegschaft frustriert zurück. Experten erklären die entscheidenden Mechanismen – und was sich ändern muss.
Die zunehmenden verdeckten Suche nach herausragenden Mitarbeitern durch Personalberater zeigt, dass Aufsichtsräte und Unternehmer Zweifel an den Spitzenkräften haben und Ersatz suchen. Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder zögern, radikale Entscheidungen in Krisenzeiten zu treffen, ob Stellenabbau, Standortverlagerung oder Neuausrichtung des Geschäftsmodells.
Fehlplatzierungen auf Schlüsselpositionen bremsen Unternehmen, da strategische Entscheidungen nicht mutig getroffen oder Veränderungen blockiert werden. Mitarbeiterfluktuation und Talentergibt steigen, Produktivität und Innovationskraft sinken. Drei Faktoren bestimmen, wer auf Deutschlands Unternehmensleitungen kommt: Faktor eins ist die Karriere - Loyalität ist oft wichtiger als Leistung.
Fast zwei Drittel der Vorstände der größten deutschen Unternehmen wurden intern befördert, oft männlich, zwischen 50 und 60 Jahre alt mit Wirtschaftsstudium und deutschen Staatsbürgerschaft. Faktor zwei ist Management versus Leadership - Verwalten statt anführen. Viele Top-Manager sind fachlich stark aber schwach in der Mitarbeiterführung.
Innovation gilt oft als Risiko statt Führungsauftrag. Faktor drei ist Offenheit und Beweglichkeit auf dem Arbeitsmarkt, indem Offenheit für Wechsel zwischen Konzernen und Mittelstand gefördert wird, um Vielfalt, Erfahrung und Innovationskraft zu fördern.
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