Finanzmärkte: IWF warnt vor Gefahren durch KI-Boom und Staatsschulden
Hohe Schulden im KI-Sektor treffen auf nervöse Anleihemärkte. Der Internationale Währungsfonds sieht darin eine gefährliche Kombination für die Finanzmärkte, die weitreichende Folgen haben könnte.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor erhöhten Risiken für die Finanzstabilität gewarnt, die sich aus dem KI-Boom und hoher Staatsschulden ergeben. Unternehmen finanzieren zunehmend den Ausbau von KI über Schulden, während Anleger in KI-Aktien auf Kredit kaufen. Gleichzeitig steigen die Renditen von Staatsanleihen, was zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten führen könnte.
Der IWF analysiert die robuste Widerstandsfähigkeit der Märkte im Kontext von starkem Wachstum und hohen Unternehmensgewinnen. Während der IWF-Volkswirte erkennen diese Widerstandsfähigkeit aber nicht unbedingt als Sicherheit an. Besonders Bedenken wecken die massiven, auf Pump finanzierten Ausbaupläne der KI-Infrastruktur. Die zu diesem Zweck gewährten hohen Kredite könnten bei KI-Kontern in Form von marktkorrigierenden Schocks zu einer Marktkorrektur führen.
Die hohen Kredite, die KI-Unternehmen aufnehmen, bedrohen möglicherweise den Schock weiter. Insbesondere ist kritisch beäugt, dass etwa 10% aller neu ausgegebenen Unternehmensanleihen im Technologiesektor in 2024 auf Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft und Oracle entfielen, verglichen mit nur 0,5% im Vorjahr. Die Zinskosten für diese Unternehmen haben sich im zweiten Quartal um fast das Verdoppeln auf fast sechs Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
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