Führungskräfte: Was diese fünf neuen Dax-Vorstandschefs gemeinsam haben
Im ersten Halbjahr traten im Dax fünf neue Vorstandschefs an. Was ihren Lebensläufen gemein ist – und was andere daraus lernen können, die ebenfalls an die Spitze wollen.
Fünf neue Vorstandschefs von großen deutschen Unternehmen haben gemeinsame Erfolgsfaktoren, die es ihnen ermöglicht haben, innerhalb ihres eigenen Unternehmens auf die Spitze des Konzerns zu gelangen. Diese Muster könnten anderen Managern als Leitlinien dienen, die an der Spitze eines großen Unternehmens stehen möchten. Eine Analyse der persönlichen Verlaufe dieser Führungskräfte zeigt vier Hauptfaktoren, die zu ihrem Erfolg beigetragen haben.
Zunächst ist deutlich erkennbar, dass diese Personen eine langjährige Karierroute innerhalb ihres jeweiligen Unternehmens hatten. Dieses Modell, das als "Kaminkarriere" bekannt ist, führt immer nach oben, aber immer innerhalb desselben Unternehmens. Ein weiterer Beispiel für diesen Ansatz ist Milan Nedeljkovic, der seit 1993 bei BMW arbeitet und nun den Chefsessel übernimmt.
Kai Beckmann und Christian Kötz haben ebenfalls mehrere Jahrzehnte Erfahrung in ihren Unternehmen gesammelt, bevor sie in die oberste Führungsebene aufstiegen.
Im Gegensatz zu diesem "Kaminkarriere"-Modell gibt es Fälle, in denen Führungskräfte nach kurzer Zeit in das Unternehmen einsteigen und dann schnell zu den wichtigsten Entscheidungsträgern aufsteigen. Christoph Jurecka ist ein Beispiel für diesen Ansatz, da er erst 2011 zu Munich Re wechselte und seit 2026 als CEO fungiert, obwohl er nur 15 Jahre Arbeitserfahrung im Unternehmen hat.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die beträchtliche Erfahrung, die diese neuen Vorstandschefs im jeweiligen Unternehmen gesammelt haben. Nach der Analyse von Russell Reynolds liegt der Anteil interner Neubesetzungen auf dem DAX deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Dies deutet darauf hin, dass Aufsichtsräte und Investoren zunehmend stabilere Führungskräfte als CEOs und Vorstandschefs wählen, da diese eine längere Erfahrung und somit mehr Stabilität an die Unternehmensführung bringen.
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