Rüstungsprojekt: Paris und Berlin wollen Panzerprojekt MGCS weiter vorantreiben
Verteidigungsminister Pistorius widerspricht Spekulationen über ein mögliches Ende des gemeinsamen Rüstungsprojekts zwischen Frankreich und Deutschland.
Deutschland und Frankreich möchten das gemeinsame Kampfpanzerprojekt MGCS weiter vorantreiben, vielleicht aber in einer reduzierten Version. Verteidigungsminister Boris Pistorius aus der SPD und seine französische Kollegin Catherine Vautrin gaben während eines Unternehmensbesuchs in Bordeaux zu verstehen, dass das kostspielige Projekt ungefährdet sei und fortgesetzt werde.
"Das Projekt MGCS ist nicht beendet, es ist nicht tot, von niemanden beendet worden, sondern ganz im Gegenteil, es ist ein Kernprojekt der deutsch-französischen Kooperation bei Landsystemen," sagte Pistorius. Das Projekt wird als wichtiges Zukunftsprojekt beider Nationen und Streitkräfte angesehen. Die französische Verteidigungsministerin bestätigte, dass das Kampfpanzerprojekt weiterhin aktuell sei, obwohl es nicht klar war, ob es ursprünglich geplant war, einen gemeinsamen Panzer zu bauen oder nur eine Vernetzung deutscher und französischer Panzermodelle.
Damit wäre es eine deutlich abgespeckte Variante des ursprünglichen Projekts mit einem geschätzten Volumen von rund 100 Milliarden Euro. Nachdem der Generalstabschef der französischen Streitkräfte Fabien Mandon im Sommer aufgrund von Spekulationen über das Panzerprojekt eine Vernetzung separat betriebener Waffensysteme angekündigt hatte, teilten der Generalstab und Deutschland mit, dass das MGCS-Projekt verzögert werde.
Infolgedessen entstand die Absicht, jeweils eigene Nachfolgepanzer für den Leopard 2 in Deutschland und die Leclerc-Panzer in Frankreich zu entwickeln. Der Schwerpunkt lag nun auf der Entwicklung einer verbesserten Vernetzung, kooperativen Kampfstrategien, Automatisierung und Robotik.
Written by urgent.news from Handelsblatt's reporting — not their text. Machine-written — may contain errors; check the original before relying on it.