Immobilien: Hier sparen Käufer im Umland von München am meisten
Wer außerhalb der bayerischen Landeshauptstadt kauft, kann deutlich günstiger wohnen. Eine exklusive Studie zeigt, wo die Preise für Pendler am günstigsten sind – und wie lange sich der zusätzliche Arbeitsweg rechnet.
Im Raum München gibt es bestimmte Gebiete, in denen Immobilienkäufer am meisten sparen können. Diese Orte liegen in der Nähe von München und sind gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Der Landkreis Miesbach, umgeben von Tegernsee, Schliersee und dem Mangfallgebirge, weist die höchsten Immobilienpreise aller deutschen Landkreise auf.
Laut Thomas Aigner, einem bekannten Immobilienmakler aus München, sind die Preise in den letzten zwölf Monaten gesunken. Vor einem Jahr stiegen die Immobilienpreise um 6,8 Prozent auf durchschnittlich 7802 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, sie sind nun auf 7246 Euro gefallen. Dieses Phänomen wird auf einen Sättigungseffekt zurückgeführt, da es im Umland der Stadt während der COVID-19-Pandemie einen Boom bei der Nachfrage gegeben hat.
Von Poll, ein Immobilienmaklerhaus, vermutet, dass die Kosten für die Sanierung oder Renovierung älterer Häuser und Grundstücke oft unkalkulierbar sind. Eine Studie des HWWI im Auftrag der Postbank gibt nun Aufschluss darüber, wie lange es dauert, bis der Preisvorteil beim Kauf einer Wohnung durch die Kosten für das Pendeln aufgebraucht ist.
In Dachau, im Umland von München, gibt es einen Preisvorteil für den Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung. Bei 220 Arbeitstagen im Büro profitiert der Käufer 28,5 Jahre von der günstigeren Einkaufspreise. In Karlsfeld beträgt dieser Zeitraum sogar 32 Jahre. Der Preisvorteil ist am höchsten, wenn man eine 120-Quadratmeter-Wohnung erworben und 220 Tage gependelt hat.
In Dachau dauert es 48,9 Jahre, in Karlsfeld 54,9 Jahre, bis der Preisvorteil aufgebraucht ist. Besonders wertstabil sind die Standorte Germering, Gröbenzell, Olching und Fürstenfeldbruck, die von ihrer guten Infrastruktur und der Nähe zu München profitieren.
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