Geburtstagsfeier: Empörungswelle nach Schröders Besuch zu Putins Geburtstag
Der Altkanzler feiert in Moskau den Geburtstag des Kremlchefs, der vom Strafgerichtshof in Den Haag mit Haftbefehl gesucht wird. Die Visite sorgt für Ärger, doch es gibt auch Fürsprecher.
Der langjährige Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dessen 74. Geburtstag. Die Reise wurde von vielen als Empörungswelle ausgelöst, da Schröder mit einem für sein Land verabscheuungswürdigen Kriegsverbrecher zusammengetroffen sei. Kanzler Friedrich Merz kündigte "tiefste Empörung" an, während SPD-Chef Lars Klingbeil den Besuch als "völlig inakzeptabel" bezeichnete.
Der Kreml bestätigte, dass Putin Schröder aus symbolismischen Gründen eingeladen hatte, aber auch die Ukraine-Botschafterin kritisierte das Treffen als "widerlich". SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller war fassungslos und beschwor, dass Schröder gemeinsam mit Putin den Jubiläumskorken knallen würde, während der Krieg in der Ukraine andauerte.
SPD-Abgeordneter Ralf Stegner argumentierte jedoch, dass man Russland mit solchen Persönlichkeiten wie Schröder in Verbindung bringen müsse, um die Diplomatie weiterzuführen.
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