Mittelstand: Risikomanagement: Wie Unternehmen kritische Abhängigkeiten vermeiden
Viele Mittelständler haben einen zentralen Schwachpunkt: Fällt der entscheidende Mitarbeiter aus, springt der wichtigste Kunde ab. Streikt eine Maschine, wankt die gesamte Firma. Was tun?
Mittel- und Kleinunternehmen in Deutschland müssen kritische Abhängigkeiten vermeiden, um Risiken zu minimieren. Jan Trommershausen, Geschäftsführer des Optoelektronik-Spezialisten AEMtec, hat seine Risiken sorgfältig recherchiert und kontinuierlich im Auge behalten. Das Berliner Unternehmen liefert ultrakleine Bauteile vor allem für die medizinische und Halbleiterindustrie und hat Zulieferer auf der ganzen Welt, darunter Europa, China und Nordamerika.
Trommershausen erklärt, dass man in der Hightech-Branche oft nur einen Lieferanten für ein Produkt hat, da der Prozess manchmal mehrere Jahre dauert. Er sagt, dass ein Lieferant beschließen kann, ein für ihn kleines Nischengeschäft aufzugeben, das für AEMtec jedoch von großer Bedeutung ist, und das Unternehmen schnell darauf reagieren muss.
Das Mittelstandunternehmen bemüht sich um regelmäßige Kontakte zu Lieferanten, die ähnliche Technologien wie AEMtec beherrschen, um schnell einen geeigneten Ersatzlieferanten zu finden und zu qualifizieren. Wenn AEMtec keinen alternativen Lieferanten findet, muss der Chef Kurzarbeit anmelden.
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