Geld. Leben. Looman.: Warum Sie sich den Kauf einer Ferienwohnung dreimal überlegen sollten
Der Kauf einer Ferienwohnung erscheint verlockend. Doch eine Beispielrechnung zeigt: Die Investition lohnt sich fast nie. Worauf Anleger achten müssen.
Hallo liebe Landratten! Wenn auch Sie einen Ferienwohnungsanbau am Meer erwägen, sei es auf einer Insel in der Nordsee oder an der Ostseeküste, sollten Sie diese Kolumne mit größter Aufmerksamkeit lesen. Ich möchte Ihnen vermitteln, dass Sie möglicherweise in eine teure Falle tappen.
Ich verbrachte das vergangene Wochenende auf Wangerooge und stieß vor dem Schaufenster eines Wuppertaler Maklers, der ein "Immobilien-Juwel" mit den Worten "mehr Meer gehe nicht" präsentierte. Dieses Objekt kostet 1.100.000 Euro einschließlich Fracht- und Lieferspesen. Der Makler bietet ein tolles Video an, das viele in das Objekt verführen könnte.
Die Wohnung hat 87 Quadratmeter und 3 Zimmer. Für eine solche Drei-Zimmer-Wohnung von 1.200.000 Euro ist die Verzinsung von 2,84 Prozent pro Jahr resultierend. Das ist ziemlich mickrig, oder nicht? Selbst wenn die Mieten jährlich um zwei Prozent steigen, ist das Ergebnis immer noch kein attraktiver Anlagewert.
Die Selbstnutzung dieser Wohnung ist nur eine Katastrophe finanziell. Selbst wenn Jahr für Jahr 60 Tage genutzt werden, entstehen durch die Miete und Aufenthalte jährlich 56.250 Euro. Eine bessere Alternative wäre Investition in Depots und Aktien mit einer jährlichen Verzinsung von fünf Prozent.
Natürlich gibt es auch emotionale Aspekte, die bei einer solchen Entscheidung berücksichtigt werden müssen. Aber die finanziellen Kosten und Nutzungen sprechen klar gegen diesen Kauf. Denken Sie also zweimal über die Kaufentscheidung nach.
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