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Bahnverkehr: Neue Bahnstrecke soll Nord-Süd-Verkehr beschleunigen

Im jahrelangen Streit über eine Modernisierung auf der wichtigen Nord-Süd-Achse gibt es eine Entscheidung: Eine neue Strecke soll gebaut werden. Die Proteste in Niedersachsen ebben aber nicht ab.

Bahnverkehr: Neue Bahnstrecke soll Nord-Süd-Verkehr beschleunigen

Die Bundesregierung hat die Planung einer neuen Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg genehmigt, um den Nord-Süd-Verkehr zu beschleunigen. Der Bundestag bestätigte das Ergebnis der Vorplanung der Bahn, die eine zweigleisige Neubaustrasse vor sieht - auch wenn Verbesserungen an der bestehenden Strecke gefordert werden. Der Antrag wurde von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken unterstützt.

Die neue zweigleisige Strecke soll direkt und senkrecht verlaufen und den Fern- und Güterverkehr von der bestehenden Strecke ablenken. Die bestehende Verbindung ist eine der am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands, mit einer Auslastung von bis zu 147 Prozent.

Die neue ICE-Trasse soll bis zu 250 km/h ausgerüstet sein und den Güterverkehr von Hamburg mit Süddeutschland und dem europäischen Ausland verbinden. Der Neubau soll die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover um 18 Minuten reduzieren. Für den Güterverkehr ist die Strecke besonders wichtig, da sie Hamburg mit dem Hafen süddeutscher und europäischer Länder verbindet.

Die Entscheidung wird jedoch in Niedersachsen auf Kritik stoßen. Seit Jahren gibt es Proteste gegen einen Neubau. Ministerpräsident Olaf Lies hat Bedenken, dass das Projekt die halbe Lösung sei und dass es wichtig ist, auch ein drittes Gleis auf der bestehenden Strecke zu bauen. Der Naturschutzbund warnt vor der Zerschneidung wertvoller Lebensräume.

Bis 2034 soll die Planfeststellung erfolgen und im Jahr 2036 der Bau beginnen, mit einer Fertigstellung bis 2050. Die Finanzierung muss gesichert werden, mit voraussichtlich mindestens neun Milliarden Euro Kosten.

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